Neurodermitis sollte unbedingt durch einen auf Hautkrankheiten spezialisierten Facharzt der Dermatologie (Hautarzt) untersucht werden. In erster Linie besteht die Therapie in der konsequenten und korrekten Pflege der Haut. Pflegeprodukte mit Glycerin und Harnstoff unterstützen die natürliche Hautbarriere. Essenziell ist auch das Vermeiden von Trigger (Auslöser) Faktoren. Des Weiteren kommen zur Behandlung verschreibungspflichtiges Kortison und Immunsuppressiva zum Einsatz.

Unter dem Begriff Ekzem werden entzündliche, nicht ansteckende Prozesse der obersten Hautschicht zusammengefasst (z.B. Neurodermitis), die alle zu starkem Juckreiz führen. In der akuten Phase zeigt sich eine Rötung (Erythem), gelegentlich mit Schuppenbildung (Squama), Kruste, Bläschen oder Papula. Der betroffene Bezirk ist geschwollen und nässt. Ein Übergang zur chronischen Form zeigt sich durch eine Verdickung der Haut, vermehrte Schuppenbildung sowie grobem Hautbild (Risse und Falten).

Seborrhoische Dermatitis (Seborrhoisches Ekzem): Die Haut erneuert sich in sieben bis 21 Tagen, Hornzellen lösen sich in Konglomeraten von 100 bis 1.000 Zellen ab. Die Kopfhaut ist fettig und feucht (seborrhoisch), sie bildet übermäßig viel Talg und speichert viel Feuchtigkeit durch eine verstärkte Schweißproduktion. Sie ist außerdem entzündet und gerötet. Ausgelöst wird das seborrhoische Ekzem vermutlich durch Malassezia-Hefen. Bei diesen handelt es sich um Mikroorganismen, die zur normalen Hautflora gehören und vor allem die talgdrüsenreichen Areale des menschlichen Körpers besiedeln, zu denen auch die Kopf- und Gesichtshaut gehören. Wissenschaftlich noch ungeklärt ist, ob beim seborrhoischen Ekzem die Malassezia-Hefen die Haut verstärkt besiedeln, ob die Keime vermehrt Gifte produzieren oder ob das Immunsystem in ungewöhnlicher Weise auf die Mikroorganismen reagiert und so die Entzündungen verursacht.


Hautkrankheiten (Dermatosen) äußern sich durch zahlreiche, unterschiedliche Symptome. Je nach Ursache zeigen sich die ersten Anzeichen einer Hautkrankheit bereits in einem sehr frühen Stadium. Hierbei spricht man von den sogenannten Primäreffloreszenzen. Somit ist ein erstes Einschätzen, um welche Dermatose es sich denn handeln könnte, möglich. Gerade wenn es sich um wiederkehrende Anzeichen handelt, ist man in der Lage entsprechend darauf zu reagieren. Entweder hat man bei einer bereits diagnostizierten Hauterkrankung die Möglichkeit diese angemessen selbst zu behandeln – sofern Medikamente vorhanden sind. Oder aber ein Arztbesuch ist unumgänglich, wenn die Anzeichen zum ersten Mal auftreten und deren Ursache erst geklärt werden muss.
Charakteristisch ist zudem, dass die Knötchen häufig feine weiße Punkte oder ein feines Netz aus weißen Linien aufweisen.  Diese sogenannten "Wickham-Streifen" sind zum Teil jedoch so schwach ausgeprägt, dass sie lediglich mithilfe einer Lupe oder eines Auflichtmikroskops erkennbar sind. Häufig tritt die Hauterkrankung zuerst an den Innenseiten der Arme und Handgelenke auf, kann sich aber auch auf die Beine sowie den Rumpf und Genitalbereich ausbreiten.

Eingerissene Mundwinkel nennen Mediziner auch Mundwinkelrhagaden. Rhagaden sind kleine spaltartige Hauteinrisse, die sehr unangenehm und schmerzhaft sein können. Meistens ist die Ursache harmlos, beispielsweise eine Überbeanspruchung der Haut oder Feuchtigkeitsmangel. Rhagaden können aber auch eine Begleiterscheinung bei Neurodermitis sein oder durch einen Vitaminmangel sowie Infektionen entstehen. Was hilft, sehen Sie in dieser Bildergalerie!


Unter Pusteln versteht man mit Eiter gefüllte, erhabene Bläschen mit rotem Entzündungsrand. Die Ursachen können vielfältig sein. Pusteln im Gesicht stehen häufig im Zusammenhang mit Akne vulgaris oder Rosacea. Treten juckende Pusteln auf, können diese auch auf einen Befall mit Scabiesmilben (Krätze) hindeuten. Dabei sind vor allem Finger und Zehen, die Achseln, Hand- und Fußgelenke, Ellenbogen, Brustwarzen sowie die Genitalien betroffen. Auch bakterielle Infektionen der Haut können Pusteln auslösen.
Sehr häufig zu beobachten sind auch Hauterkrankungen, die die Folge einer Kontaktallergie oder einer Lebensmittelunverträglichkeit sind. Sofern das Allergen nicht bekannt ist, kann der Betroffene durch das führen eines Tagebuchs herausfinden, ob ein statistischer Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Allergie und bestimmten Verhaltensweisen besteht.
Beim "Storchenbiss" (Nävus Unna), auch "Bossard-Fleck", handelt es sich um eine Sonderform des Feuermals bei Säuglingen. Meist verschwindet die gutartige Hautveränderung innerhalb der ersten Lebensjahre Lebensjahren von selbst. Ein Storchenbiss befindet sich häufig am Hinterkopf. Manchmal auch auf der Stirn (wie hier im Bild) oder an den Augenlidern.

Hormonschwankungen: Die Talgproduktion wird durch Hormone beeinflusst und kann zum Beispiel in der Pubertät zum lästigen Problem werden. Die Haut wird fettig, was die Bildung von Mitessern und Pickeln sowie von gelben, festsitzenden Schuppen auf der Kopfhaut fördert. Trockene Schuppen sind dagegen oft ein Begleitsymptom der Wechseljahre bei Frauen.
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